Schüßler-Salze für Tiere: Wirkung, Anwendung und Tipps
Als Tierheilpraktikerin erlebe ich immer wieder, wie viele Tierbesitzer Schüßler-Salze für ihre Tiere einsetzen oder neugierig darauf sind. Aber was steckt dahinter? Wie wirken sie, und worauf sollte man achten? In diesem Blogbeitrag gebe ich dir einen Überblick über Schüßler-Salze bei Tieren – verständlich, praxisnah und fundiert.
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Was sind Schüßler-Salze?
Schüßler-Salze sind biochemische Mineralsalze, die auf den Erkenntnissen des deutschen Arztes Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) basieren. Er entdeckte, dass viele Krankheiten und Beschwerden durch Mineralstoffmangel in den Zellen entstehen können.
Die Idee: Wenn der Körper bestimmte Mineralstoffe in den Zellen nicht richtig verwerten kann, kann dies zu Funktionsstörungen führen – auch bei Tieren. Schüßler-Salze sollen diese Defizite ausgleichen und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen.
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Wie wirken Schüßler-Salze bei Tieren?
Die Wirkung ist nicht pharmakologisch, sondern energetisch und regulierend.
Sie liefern die Mineralstoffe in sehr niedriger Dosis, sodass die Zellen angeregt werden, wieder richtig zu arbeiten.
Sie können Stoffwechselprozesse, Hautfunktionen, Muskel- und Gelenkbewegungen, Immunsystem und Verdauung unterstützen.
Durch die Gabe über den Mund oder die Haut (je nach Form) werden die Salze im Organismus aufgenommen und regen die Selbstregulation an.
Wichtig: Schüßler-Salze heilen nicht direkt, sondern unterstützen die körpereigenen Prozesse und helfen so, dass sich Symptome verbessern oder der Organismus stabilisiert.
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Typische Anwendungsgebiete bei Tieren
Schüßler-Salze können je nach Salzart bei verschiedenen Beschwerden unterstützend eingesetzt werden:
Salz Anwendungsbeispiele bei Tieren
Nr. 1 – Calcium fluoratum Elastizität von Bindegewebe, Haut und Sehnen
Nr. 3 – Ferrum phosphoricum Frühstadium von Entzündungen, Immunsystem
Nr. 7 – Magnesium phosphoricum Muskelverspannungen, Krämpfe, nervöse Unruhe
Nr. 11 – Silicea Haut, Fell, Haare, Nägel, Horn
Nr. 12 – Calcium sulfuricum Eitrige Entzündungen, Wundheilung
Nr. 19 – Cuprum arsenicosum Nervensystem, Zittern, Krämpfe
Nr. 21 – Zincum chloratum Nerven- und Hautprobleme, Unruhe
<span;>> </span;>Hinweis: Die Auswahl des richtigen Salzes hängt von Tierart, Alter, Beschwerden und individueller Konstitution ab. Deshalb ist eine professionelle Beratung sinnvoll.
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Wichtige Hinweise zur Gabe
Damit Schüßler-Salze effektiv wirken, sollte man einige Punkte beachten:
1. Dosierung und Häufigkeit
Kleine Mengen, oft mehrmals täglich.
Die genaue Dosierung hängt vom Tier ab.
2. Reizfreie Einnahme
Tabletten können zerkleinert und ins Futter gemischt werden.
Keine heißen Speisen, da Hitze die Wirkung verringern kann.
3. Geduld haben
Schüßler-Salze wirken sanft, oft über mehrere Tage bis Wochen.
Bei chronischen Problemen ist ein längerer Beobachtungszeitraum notwendig.
4. Keine Ersatztherapie
Schüßler-Salze ersetzen keine tierärztliche Behandlung, vor allem bei akuten oder schweren Erkrankungen.
5. Individuelle Anpassung
Jedes Tier reagiert unterschiedlich – eine Beratung hilft, das passende Salz und die richtige Potenz zu wählen.
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Warum Schüßler-Salze helfen können
Sie unterstützen den Mineralstoffhaushalt, der für viele Körperfunktionen wichtig ist.
Sie fördern die Selbstregulation des Körpers, statt Symptome direkt zu unterdrücken.
Sie sind sanft, gut verträglich und können auch langfristig eingesetzt werden.
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Fazit
Schüßler-Salze sind eine wertvolle ergänzende Methode in der Tierheilpraxis. Sie eignen sich besonders für:
Haut- und Fellprobleme
Muskel- oder Gelenkbeschwerden
leichte Verdauungsprobleme
nervöse oder unruhige Tiere
Wichtig ist immer, individuell auf das Tier einzugehen, mögliche Ursachen abzuklären und die Gabe professionell zu begleiten.
Wenn du Fragen hast oder dein Tier von mir individuell betreut werden soll, kannst du gerne einen Termin für eine ausführliche Anamnese vereinbaren. So können wir gemeinsam das passende Konzept für dein Tier entwickeln. 🌸