Die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt – der Sommer ist da! Während wir uns auf lange Abende oder den Urlaub freuen, bedeutet die Hitze für unsere Hunde oft puren Stress. In der Tiergesundheit begegnen uns in den Sommermonaten leider besonders häufig Vierbeiner, die stark mit den Temperaturen zu kämpfen haben.
Hunde regulieren ihre Körperwärme völlig anders als wir Menschen. Warum das so ist und wie du deinen Hund mit einfachen, ganzheitlichen Tipps gesund und cool durch die heiße Jahreszeit bringst, erfährst du in diesem Beitrag.
Die Thermoregulation des Hundes: Ein echtes Meisterwerk
Im Gegensatz zu uns können Hunde nicht einfach am ganzen Körper schwitzen. Sie besitzen Schweißdrüsen fast ausschließlich an den Pfotenballen. Ihre wichtigste Methode, um sich abzukühlen, ist das Hecheln.
Durch das schnelle Ein- und Ausatmen verdunstet Feuchtigkeit auf den Schleimhäuten von Zunge und Schnauze, was dem Körper Wärme entzieht. Das Problem dabei: Hecheln ist Schwerstarbeit für das Herz-Kreislauf-System und verbraucht enorm viel Wasser.
5 ganzheitliche Tipps für heiße Tage
Damit dein Hund die Hitze gut übersteht, kannst du ihn im Alltag wunderbar unterstützen:
Die Gassizeiten anpassen: Verlege die großen Spaziergänge in die kühlen Morgen- und späten Abendstunden. In der Mittagshitze reicht eine kurze Löserunde im Schatten.
Vorsicht vor heißem Asphalt (Die 7-Sekunden-Regel): Drücke deine Handfläche für sieben Sekunden auf den Straßenbelag. Ist es zu heiß für dich? Dann ist es auch viel zu heiß für die empfindlichen Hundepfoten! Verbrennungen sind hier vorprogrammiert. Weiche lieber auf Wald- und Wiesenwege aus.
Kühlung von innen durch die richtige Ernährung: In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Nahrungsmittel nach ihrer thermischen Wirkung eingeteilt. Vermeide im Sommer „heiße“ Fleischsorten wie Lamm oder Wild. Greife stattdessen zu kühlenden oder neutralen Sorten wie Ente, Huhn oder Pferd. Auch ein Stück Gurke oder Zucchini im Napf wirkt erfrischend.
Trinkanreize schaffen: Manche Hunde trinken bei Hitze zu wenig. Biete mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Orten an. Ein Schuss salzfreie Knochenbrühe oder ein Löffel Joghurt im Wasser bewirken oft Wunder.
Kühles Plätzchen garantieren: Sorge dafür, dass dein Hund im Haus immer Zugang zu kühlen Fliesen oder einer speziellen Kühlmatte hat und sich jederzeit in den Schatten zurückziehen kann.
Erste Hilfe: So erkennst du einen Hitzeschlag
Ein Hitzeschlag ist ein absoluter, lebensbedrohlicher Notfall! Achte penibel auf folgende Warnsignale:
Extrem starkes, anhaltendes Hecheln
Tiefrote Zunge und blasse oder bläuliche Schleimhäute
Glasiger Blick, Teilnahmslosigkeit oder Taumeln
Erbrechen oder Durchfall
Was ist im Ernstfall zu tun? Bring den Hund sofort in den Schatten. Beginne damit, seine Pfoten und Beine vorsichtig mit handwarmem (niemals eiskaltem!) Wasser zu kühlen und arbeite dich langsam nach oben vor. Biete ihm Wasser an, aber flöße es ihm nicht gewaltsam ein. Kontaktiere umgehend einen Tierarzt oder eine Tierklinik!
Disclaimer: Meine Tipps dienen der Prävention und Aufklärung im Rahmen der ganzheitlichen Tiergesundheit. Sie ersetzen bei akuten Beschwerden oder dem Verdacht auf einen Hitzeschlag niemals den sofortigen Weg in eine Tierarztpraxis